Pepe Teil 1: Er kam, sah und fiepte!

Pepes Geschichte #1

Einen Hund zu übernehmen ist bestimmt ganz einfach. Ein wenig Liebe, und der passende Vierbeiner findet von ganz allein den Weg zu uns. Denkste! Und wenn der Tierschutzhund dann da ist, geht es erst richtig los!

Hund: Ja oder nein?

Ich liebe Hunde, seit ich denken kann. Im Elternhaus hatten wir immer mal wieder den einen oder anderen Hund wenige Tage zur Pflege, und wir hatten immer sehr viel Spaß. Rund 12 Monate vor meinem 50. Geburtstag stellte ich mir die Frage, ob nicht doch noch vor Rentenbeginn ein treuer Begleiter bei uns einziehen darf. Er soll mit uns gemütlich spazierengehen, mit den zahlreichen Nachbarshunden umhertollen, mit mir joggen, Hundespielzeug hinterherrennen… also all das, was man halt als Hund so macht. Am Ende fiel uns die Entscheidung leicht: Ein Hund musste her! Die Zeit bis zum Einzug unseres neuen Familienmitglieds überbrückten wir als fleißige Gassigänger im örtlichen Tierheim.

Die Rahmenbedingungen

Da meine Frau und ich berufstätig sind, muss der Neuankömmling mit mir ins Büro. Also konfrontierte ich meine Kollegen und Kolleginnen mit meinem Vorhaben und fragte in die Runde, ob jemand panische Angst vor Hunden, eine Allergie oder grundsätzlich etwas dagegen hat, wenn die Belegschaft um einen Bürohund erweitert wird. Kurzum: Es gab keine Gegenstimmen!

Die Suche (nach dem heiligen Gral)

Also machten wir uns auf die Suche und screenten das Angebot unzähliger Tierschutzvereine, denn ein hochgezüchteter Rasse-Welpe sollte es nicht werden, soviel stand von Anfang an fest. Das Aussehen hatten wir schon vor Augen und gefühlt lag er bzw. sie schon bei uns im warmen Wohnzimmer im Körbchen: Hündin, maximal 3 bis 5 Jahre alt, hellbraun, mittelgroß (maximal Kniehöhe), verträglich mit Menschen und Artgenossen und ein kurzes Fell! Das Angebot an Tierschutzhunden ist riesig, doch das Überraschungspotenzial mindestens genauso groß: Viele Vereine meldeten sich auf Anfragen nicht zurück oder bereits reservierte Hunde wurden anderweitig vermittelt. Von Verantwortlichen eines Vereins wurde ich, aufgrund meiner genannten Vorstellungen, gefragt, ob ich sicher bin, dass ich einen Tierschutzhund suche. Ich solle doch lieber einen Teppich kaufen und weitere Anfragen bitte unterlassen: “Wir haben keinen Hund für Sie!”

Aus Hündin wird Rüde

Einige Monate und zig Fehlversuche später sahen wir eine Anzeige und ein Video eines Tierschutzvereins: Der zuckersüße „Pepe“: Seines Zeichens Rüde, schwarzes kurzes Fell, verträglich mit allem und jedem, auch für Hundeanfänger, ca. 4 Jahre alt und etwa 35cm hoch. Er wurde in einem Haus zurückgelassen und suchte ein neues Zuhause. Also ein absoluter Traumhund! Nun musste es schnell gehen: Unser Bewerbungsvideo ging raus (Besuch bei uns vor Ort wegen Corona nicht möglich), und zu unserer Freude bekamen wir ein paar Tage später die Nachricht, dass der kleine Spanier tatsächlich bei uns einziehen darf. Zwischenfazit: Aus einer Hündin wurde also ein Rüde, aus hellbraun wurde schwarz und aus mittelgroß wurde klein, aber wenigstens das angestrebte Alter passte!

Dorfsheriff Pepe
Pepe, angehender Dorfsheriff!

Das Equipment und der Tag der Wahrheit

Wir besorgten in den Wochen vor der Ankunft ein gemütliches Körbchen (er soll schließlich bequem liegen), diverses Spielzeug (das, was Hunde halt so brauchen) und hochwertiges Futter (nach tagelanger Recherche ausgesucht). Dann der Tag der Wahrheit, BIENVENIDO Pepe: Auf einem Rasthof ganz in unserer Nähe erfolgte die Übergabe. Der kleine Mann war nach der stundenlangen Fahrt sichtlich angespannt, verwirrt und natürlich ängstlich. Also schnell ab nach Hause (zuvor büxte er noch auf dem Rasthof kurz aus unserer Box aus), und hier im beschaulichen Dorf wohnt er nun seit rund 9 Monaten.

Und so geht’s weiter…

Willkommen in der realen Welt: In der Box im Auto fiept er (mal mehr, mal weniger) und von Beginn an zeigt er klar, was er von anderen Hunden hält…

Wie es mit Pepe weitergeht, erfahrt ihr in Teil 2 des Blogs.

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