Pepe Teil 7: Begegnungen der “dritten Art” und was ist ein gewöhnlicher Hund?!

Pepes Geschichte #7

Hier draußen auf dem Land begegnen wir auf den täglichen Runden immer wieder Hunden mit ihren Halter:innen und Pepe hat bekanntermaßen dem Pöbeln mittlerweile fast vollständig abgeschworen. Ich will den Kleinen nicht in Schutz nehmen, aber grundsätzlich gehören dazu auch immer zwei Parteien: Wir mit Pepe und der-/diejenige, der/die uns mit seinem/ihrem Vierbeiner entgegenkommt. Dabei gibt es für mich mittlerweile drei „Kategorien“:

Kategorie 1: Vorbild für andere

Dazu zähle ich die Halter:innen, die ihren Hund vorbildlich zu sich rufen und anleinen, sobald sie uns mit dem angeleinten Dorfsheriff sehen und an der Leine keinen Hundekontakt zulassen. In diesem Kontext will ich zum Beispiel unsere Nachbarinnen Barbara und Franziska mit Finja und Lou nennen, die wir regelmäßig treffen. Die netten Damen haben im Übrigen immer ein Lob für uns übrig mit Blick auf Pepe`s famose Entwicklung in den letzten Monaten.

Daumen hoch (nicht nur) für die Nachbarinnen

Kategorie 2: Bemüht, aber erfolglos

Im Grunde ihres Herzens wissen die Halter:innen zwar, dass man zwischen Hunden keinen Kontakt zulassen soll, zumindest wenn sich einer der beiden an der Leine befindet. Doch leider machen sie es nur halbherzig, indem sie ihren Hund zwar abrufen, doch die Vierbeiner interessieren sich nicht wirklich für den Abruf. Denn diese stellen ihre Ohren auf Durchzug und rennen trotz aller Rufe und Pfiffe auf andere zu. Am Ende entschuldigen sich die Halter:innen zwar meist, aber das Kind ist ja dann bereits in den Brunnen gefallen und Pepe bereits kräftig am Pöbeln.

Kategorie 3: Die Elite der Hundeprofis

Doch am „allerliebsten“ sind mir die Begegnungen mit „der dritten Art“. Dafür beispielhaft will ich von ausgewählten Begegnungen berichten, die sich seit Pepe`s Ankunft hier zugetragen haben. Auch wenn manche es kaum glauben mögen: Die Begegnungen liefen genau so ab, wie ich bzw. Pepe sie gleich beschreiben werden. Ja, ihr lest richtig, ich werde dieses Mal auch Pepe „zu Wort kommen lassen“ (bzw. seine wahrscheinlichen Gedanken dazu schildern). Er war schließlich lange genug ruhig und scharrte schon mit den Pfoten, dass er endlich auch mal seinen Beitrag dazu leisten darf. Also gut, lassen wir ihn doch gleich einmal zur Wort kommen, beginnend bei Kategorie 2.

Begegnung der “dritten Art”!

Glotz nicht so blöd!

Von weitem sahen wir zwei Hunde im Freilauf auf uns zukommen: Einen Border Collie und einen Mischling. Also blieb Michael mit mir an der Leine stehen, damit die Gegenpartei Zeit hatte, die beiden anzuleinen. Das bemerkten die anderen Frauchen (war ja auch Sinn und Zweck), zogen die richtigen Schlüsse, und der Border konnte als erstes angeleint werden. Der andere jedoch hörte so gar nicht auf den Rückruf (soll vorkommen) und lief relativ schnell und zielstrebig auf uns zu.

Er blieb nur ca. 1,5 Meter bis 2 Meter vor meinem Herrchen stehen und glotzte mich blöd an. Also hab ich ihm mal so richtig zu verstehen gegeben, dass ich auf Hunde NULL BOCK habe und er sich gefälligst entfernen soll: Ich sprang (wie zu der Zeit noch üblich) bellend/drohend in die Leine, Lefzen hochgezogen. Mein Herrchen wollte die Nervensäge vor uns zwar wegschicken, das hat die aber nicht interessiert, sie (die Nervensäge) blieb mich anstarrend vor uns stehen. Mein Chefchen stellte sich zwar vor mich, aber ich konnte mich an ihm vorbei etwas nach vorne arbeiten und weiter pöbeln und drohen.

Da steht Pepe total drauf: Freilaufender Hund voraus!

Augen zu und durch!

Mittlerweile kam auch schon der angeleinte Border Collie in unsere Nähe und äffte doch tatsächlich mein Verhalten nach: Er bellte, knurrte, drohte in meine Richtung. Der Mischling war mittlerweile zum Glück ein Stück zurückgelaufen und wurde endlich auch angeleint. Ich war dann dermaßen im „Lass mich in Ruhe-Wahn”, so dass ich für meinen Chef nicht mehr wirklich ansprechbar war. Der Weg war leider nur rund 2,5 Meter breit, es gab keine Ausweichmöglichkeit auf beiden Seiten.

Also blieb Michael nix anderes übrig: Augen zu, einfach zulaufen, an allen Beteiligten vorbei. Das tat er dann auch, mit mir “kräftig pöbelnd” an der Leine, aber immerhin auf der abgewandten Seite, bis wir dann endlich aus der Situation draußen waren. Die Situation war sicherlich nicht schön für uns, aber es war das erste Mal seit langem, dass wir bei einer Sichtung von Hunden nicht geflüchtet sind. Michael lernt immer mehr dazu, zeigt Mut und hat wohl die Faxen dicke, immer wegzulaufen. Insofern hat er es ganz vernünftig gemacht. Und wenn ich schon mal im Erzähl-Modus bin, kann ich auch gleich mit meinem bisherigen „Highlight“ weitermachen:

Eigentlich begann der Tag perfekt…

…denn es begab sich an einem sonnigen Morgen. Ich und mein Chefchen Michael entschieden nach kurzer Rücksprache, dass der Tag mit einem ausgiebigen Spaziergang beginnen sollte und zwar im Grünen in der Morgensonne. Gesagt, getan: Bereits nach ein paar hundert Metern trafen wir auf einen weißen strubbeligen kleinen Hund (etwa meine Größe, nur nicht ganz so hübsch). Er zeigte zwar Interesse an mir, doch seine Halterin kennt die Regeln und rief ihn zu sich (also Kategorie 1).

Auch wenn ich kurz abschweife, das muss ich auch noch loswerden (wenn ich mich schon mal äußern darf): Anschließend nervte ich meinen Halter mit ausgiebigem Schnüffeln an Stellen, wo es eigentlich gar nichts zu schnüffeln gibt. Darin bin ich absoluter Spezialist und ich kann damit seeeehr viel Zeit verbringen, was Michael ganz schön an die Nerven geht, hihi. Ich merke das immer daran, dass ich am Halsband dann irgendwie plötzlich mehr Zug und auch ein gewisses Ruckeln spüre. Aber es ging nicht lange und ich konnte mich endlich frei bewegen, also ohne diese doofe Leine. Auf der Hälfte der Strecke sollte dann der Morgen eine Wendung erfahren.

Bestes Wetter für einen Morgenspaziergang

Das Schleppleinen-Gespann

Uns kam ein mittelgroßer hellbrauner Hund (größer als ich, aber nicht so hübsch) entgegen, der seine Halterin an der Schleppleine augenscheinlich spazieren führte. Die beiden hatten wohl dieselbe Idee eines Morgenspaziergangs in der Sonne und dummerweise sogar auf dem selben Weg. Wir bogen also vor den beiden rechts in den Feldweg ein, die beiden anderen ein paar Meter hinter uns. Kurz darauf sprach die Dame hinter uns meinen Michael an: „Ich würde ihn (sie meinte ihren Hund) gleich losmachen, ist das ok?” Korrekt entgegnete mein Chefchen: „Ja klar, kein Problem, sofern er nicht zu meinem (damit bin ich gemeint) kommt!” Sie: „Hm, versprechen kann ich das nicht!” Aha! Selbst ich Zugereister aus Spanien kapiere, dass es dann nur eine Lösung geben kann: Ich bleibe an der Leine und der andere gefälligst auch! Basta!

Die Frau mit dem Füllhorn voller Fragen

Michael wich nach wenigen Metern mit mir rechts auf die Wiese aus, damit das grandiose Schleppleinen-Dream-Team an uns vorbeilaufen konnte. Also das war jedenfalls das Ziel. Nun waren sie auf gleicher Höhe und blieben völlig unnötig gegenüber von uns stehen, statt zügig weiterzulaufen. Die Schleppleine war großzügig auf Länge und so kam der andere relativ nah (das, was ich halt als „nah“ ansehe) an mich ran. Nun kramte die Dame nochmal in ihrem Fragen-Füllhorn und zog die nächste raus: „Ist er aggressiv?” Ohje, ich weiß ja, wie mein Michael auf solche Fragen reagiert. Doch äußerlich blieb er ruhig und entgegnete: „Nein, aber er mag keinen Hundekontakt!” Um dies zu unterstreichen und ihm zu helfen, zeigte ich das auch gleich mit professionellem Pöbeln!

Die Dame verfügte wohl über ein ganzes Arsenal an schlauen Fragen, denn es sprudelte geradezu aus ihr raus: „Mag er denn gar keine Hunde?” Auf diese Frage hätte es aus meiner Sicht nur eine logische Antwort gegeben: „Doch, am liebsten medium oder durch, dazu Kartoffelpüree”. Doch Spaß beiseite: Michael blieb weiter ruhig mit der Antwort „Doch, einen Hundefreund hat er!” Damit meinte er meinen Kumpel Mo, dem ich fast mal die Nase abgebissen hätte (aber die Zeiten sind ja glücklicherweise vorbei).

Fragen über Fragen

Fremde Hunde erziehen?

Dann gingen sie endlich weiter und kurz darauf der nächste grandiose Einfall der Dame (Original-Zitat) aus etwa 15 Metern Entfernung: „Ich mache ihn gleich los, und wenn er dann zu Ihrem Hund kommt, schicken Sie ihn einfach vehement weg!” Häääääää? Also MEIN Chefchen, der selbst bei mir an seine Grenzen stößt, soll sich um die Unarten des anderen kümmern, ihn wegschicken, nur weil sie ihren Vierbeiner NULL im Griff hat?! Da wusste ich sofort: Sie ruft den Hunde-Kollegen mit seinem Namen nur deshalb, damit er seinen Namen nicht vergisst. Denn in der Disziplin „Abruf“ ist er vermutlich nicht gerade ein Champion.

Michael blieb überraschenderweise weiter ruhig. Sie liefen ein Stück weiter und plötzlich setzte sich der andere Hund ins Gras und wollte nicht mehr weiterlaufen. Sie (Schultern zuckend): „Tja, er will unbedingt zu Ihrem Hund!” Michael blieb ruhig und kommentierte dies nicht, es war ja auch schließlich keine an ihn gerichtete Frage. Doch seit wann bestimmen Hunde, wie welche Situation abläuft? In MEINER Welt jedenfalls (leider) nicht, auch wenn ich mit meinem Dackelblick manchmal auch meinen Willen durchsetze.

Aus Spaziergang wurde eine Wanderung

Ok, sie liefen dann endlich weiter und ca. 200 Meter weiter trafen sie auf Finja, die Nachbarshündin. Sie rannten gemeinsam wild umher, wie ich aus der Ferne gut erkennen konnte. Wir beide liefen langsam weiter in Richtung der anderen. Obwohl wir noch relativ weit entfernt waren, erblickte uns der Hund von zuvor, stellte seine Rute so hoch wie es nur geht (wollte sich wohl aufspielen, der Kollege), lief langsam in unsere Richtung und sein Frauchen rief wieder und wieder seinen Namen (er scheint wohl wirklich vergesslich zu sein, der Arme).

So entschied sich Michael umzukehren und einen großen und langen Umweg Richtung Zuhause in Kauf zu nehmen. Er hatte keine Lust mehr auf die beiden und weitere Diskussionen, was ich durchaus nachvollziehen konnte. So wurden dann aus den geplanten 45 Minuten etwa das Doppelte und ich befürchte, dass von diesem eigentlich tollen Morgen bei meinem Chefchen nur das Negative hängenblieb. Wobei ich hier die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe. Denn unser Trainer sagt immer wieder, dass man sich an das Gute erinnern soll nach einem Spaziergang. Nun erteile ich Michael wieder das Wort, danke für eure Aufmerksamkeit.

Ein „klitzekleiner“ Umweg

Nominiert als Frage des Jahres: “Warum?”

Meist am Wochenende und bei gutem Wetter laufen wir zu dritt doch gerne einmal eine größere Runde. Und auch hier hatten wir eine Begegnung der dritten Art. Schon von Weitem sah ich eine ältere Frau mit einem älteren Vierbeiner (jedenfalls lief er langsam, behäbig und war etwas ergraut). Pepe wurde angeleint und meine Frau lief mit ihm über die Wiese einen Bogen. Der Hund der Dame war im Freilauf und steuerte in Zeitlupe direkt auf Pepe und meine Frau zu. Daher rief ich ihr nett zu: „Können Sie bitte Ihren Hund zu sich rufen?“ Und soll ich verraten, welche Reaktion bzw. Frage ich mittlerweile überhaupt so gar nicht mag bzw. hören kann? Es handelt sich dabei nur um ein einziges Wort bzw. eine Frage, aber diese(s) ist in einer solchen Situation aus meiner Sicht völlig deplatziert. Denn sie sagte nur: „Warum?“, während ihr Hund weiter auf Pepe zulief.

Total beliebte Frage der Hundeprofis: „Warum?

Fragt sich, wer hier nicht sozialisiert ist!

Sie hätte ja auch einfach ihren Hund zu sich rufen können und anschließend kann man sich darüber unterhalten. Doch so hat man das Gefühl, sich gleich rechtfertigen zu müssen. Aber man ist ja nett: „Weil er keinen Hundekontakt will!“ War klar, dass diese Antwort ihr nicht reicht: „Warum, ist er nicht sozialisiert? Seid ihr nicht in einer Hundeschule?“ Ich muss nicht erwähnen, dass ihr Hund weiter in Zeitlupe zu unserem Dorfsheriff lief, während sie sich Gedanken um die aus ihrer Sicht nicht vorhandene Sozialkompetenz unseres Hundes machte.

Ganz ehrlich: Ich erkannte in dem Moment und im Umkreis von 50 Metern nur ein Lebewesen, welches bei einer Prüfung zum Thema „Sozialisierung“ sang- und klanglos durchrasseln würde. Und dieses lief nicht auf vier Beinen. Aber man will ja weiter entspannt bleiben: „Wir trainieren bereits mit ihm und ja, wir sind in einer Hundeschule“. Es folgten zwei bis drei weitere Fragen/Anmerkungen ähnlicher Qualität (u.a. „..hm, komisch, dass er dann so reagiert…“) und als der Vierbeiner endlich sein Ziel erreichte und nur noch rund 2 Meter vor Pepe stand, pöbelte unser Sheriff und meine Frau musste den fremden Hund sogar mit einer Hand von sich wegschieben. Bevor mir komplett der Kragen platzte, gingen wir ohne weitere Diskussion unseres Weges.

Die goldene Regel ist keine Raketen-Wissenschaft

Unser Pepe ist mittlerweile rund 13 Monate bei uns. Aber relativ schnell lernten wir die „goldene Regel“: Kein Hundekontakt an der Leine! Diese Regel lässt in meinen Augen keinerlei Interpretationsspielraum zu. Wer sich mit Sozialverhalten von Hunden auch nur im Ansatz auseinandersetzt, müsste dies eigentlich auch wissen. Und wenn ich mir einen Hund als Familienmitglied zulege, dann sollte es selbstverständlich (und Pflicht) sein, sich damit auseinanderzusetzen. Denn schließlich ist es keine Raketen-Wissenschaft, sich wenigstens die Basics anzueignen.

Bevor man sich ein neues Smartphone oder TV-Gerät kauft, werden ja schließlich auch oftmals seitenweise Informationen gelesen und alles genau unter die Lupe genommen, um bloß keinen Fehler bei der Anschaffung zu machen und damit der Betrieb des Geräts auch optimal funktioniert. Aber bei einem Hund braucht man das nicht?! Denn wie ein gewöhnlicher Hund sich verhält, weiß man ja. Doch ist das wirklich so?

Hunde-Sozialverhalten, Basics: Kein Studium erforderlich

Berechtigte Gedankengänge

Ich bekam dieser Tage eine sehr nette Mail eines treuen Lesers des Blogs, deren Inhalt genau dies widerspiegelt (Genehmigung der Veröffentlichung habe ich natürlich eingeholt):

Die Hundegeschichten sind sehr lebendig und kurzweilig geschrieben – es macht wirklich Spaß diese zu lesen! Dass ein ganz gewöhnlicher Hund so viel „Arbeit“ machen kann? Oder ist es kein gewöhnlicher Hund? Oder liegt es am Herrchen, der aus einem gewöhnlichen Hund einen ungewöhnlichen Hund machen möchte? Oder sind die gewöhnlichen Hunde eigentlich ungewöhnlich und Pepe ein richtiger Hund? Bei uns gibt es ziemlich viele Hunde. Wenn ich die Leute beobachte, wenn sie mit dem Hund Gassigehen – dies wirkt oft ziemlich lustlos. Ich denke bei Ihnen würde ich auch gerne Hund sein….

Der „gewöhnliche” Hund – ein Mysterium?!

Tja, da frage ich in die Runde (gerne mittels Kommentarfunktion antworten): Was ist denn nun ein gewöhnlicher Hund und gibt es diesen überhaupt? Ist es einer, der sich mit allen anderen Hunden auf Anhieb versteht, sich nie mit anderen Vierbeinern zofft und prügelt? Darf ein gewöhnlicher Hund andere Hunde überhaupt anknurren oder ist er dann aggressiv und nicht sozialisiert? Hat ein Hund ein Recht darauf, alleine durchs Leben zu gehen oder muss er als Rudeltier unbedingt intensive und nahe Hundekontakte haben?

Ich habe mittlerweile zu jedem einzelnen Punkt meine eigenen Ansichten, die ich mir im Rahmen der zahlreichen Trainings und durch das Lesen von Fachliteratur angeeignet habe. Und ich kann soviel verraten, dass es nicht wenige „Aha-/Ach so-Effekte“ gab. Wir werden auch in Zukunft immer wieder Begegnungen der dritten Art erleben. Doch mit der Zeit bekommt man ein dickeres Fell, geht seiner Wege und denkt sich seinen Teil, statt endlose Diskussionen mit Halter:innen zu führen, die leider oftmals nichts bringen. Dafür genießen wir die Begegnungen der Kategorie 1 umso intensiver. Und außerdem: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Sind wir gewöhnlich?

Und so geht’s weiter…

Bestimmt kennt ihr den Vampir Louis de Pointe du Lac , der dem Reporter Daniel Malloy von seinem Leben berichtet?! Angelehnt an den berühmten Film “Interview mit einem Vampir” (mit Brad Pitt und Tom Cruise) wagen wir eine Art „Fortsetzung“: Interview mit einem Dorfsheriff

Wie es mit Pepe weitergeht, erfahrt ihr in Teil 8 des Blogs.

6 Kommentare

  1. Iris

    Ich bin von dem Beitrag begeistert, denn ich finde mich und meinen Micky hier wieder. Zwar pöbelt Micky selten, aber er ist schon sehr an anderen Vierbeinern interessiert. Und wenn diese dann angerannt kommen, ist es schwer für mich die Aufmerksamkeit von Micky wieder auf mich zu lenken. Wir sind halt auch am lernen… Wenn ich von weitem bitte, den Hund doch anzuleinen, schauen mich die Leute ungläubig an, zur Antwort erhalte ich dann oft, der ist nie an der Leine… Super… Denn die Hunde hören sehr oft überhaupt nicht. Aber da ich jetzt weiß, ich bin mit dem Problem nicht alleine, werden wir weiterhin unser bestes geben, bis Micky nur noch mich toll findet und meistens ist das auch so, und darauf bin ich sehr stolz. Ich freue mich schon sehr auf deine nächste Geschichte.

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    1. Michael (Beitrag Autor)

      Hallo Iris, danke für Deinen Kommentar. Tja, da haben wir ja ähnliche Herausforderungen, die mit Geduld und Konsequenz sicherlich größtenteils gelöst werden können. Wenn Pepe und Micky das nicht schaffen wer dann??!! :-)) Liebe Grüße, auch an Micky von Michael und Pepe

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  2. Raimund

    …als treuer Leser und Nicht-Hundebesitzer möchte ich gerne ein paar Gedanken in den Blog einbringen:
    Die Geschichten mit und um Pepe lese ich sehr gerne – diese sind einfach gut geschrieben (Hut ab vor dem Verfasser!). Auch wenn mir manches “übertrieben” erscheint(ist ja “nur” ein Hund)sehe ich die Anstrengung und Liebe des Herrchens dem Hund gegenüber, diesem ein normales Hundeleben zu bieten.
    Oder möchte das Herrchen damit glänzen, was er mit Pepe schon alles erreicht hat? Spielt wahrscheinlich auch eine (kleine) Rolle. Und würde ich bei einem Hundebesitzer als durchaus legitim ansehen.
    Wir freuen uns ja auch, wenn die Kinder unseren Wünschen entsprechen und “wohlerzogene”, normale Menschen geworden sind.
    Doch was ist normal? In anderen Ländern ist es normal Hunde zu verspeisen. Ist es normal, Hunde wie Ratten zu behandeln.
    Wird also ein “normales” Hundeleben von der jeweiligen Moral in der Gesellschaft definiert?
    Oder/und mit Hilfe der Verhaltensforscher/Hundezüchter/Biologen etc.?
    Gibt es Unterschiede in der Normalität zwischen den verschiedenen Rassen?
    Ich habe den Eindruck, dass es, in unseren Breiten, einen Normhund gibt. Und diesem sollten alle entsprechen. Ohne Rücksicht auf Geschlecht, Aussehen und Charakter (Vergleiche mit zweibeinigen Wesen sind durchaus gewollt…).
    Und sind die “speziellen” Hundezüchtungen (z.B. jene mit den platten Nasen, welche kaum Luft bekommen, oder jene mit den Kulleraugen, die immer tränen) normal zu nennen? Meiner Ansicht nach nein!!
    Wer definiert also die Grenzen der Normalität? Ab wann ist der Hund eine Fehlzüchtung (nicht von der Natur, sondern von einem scheinbar intelligenten Lebewesen erschaffen)?
    Viele Fragen mit bestimmt vielen Antworten.

    Was ich in den Geschichten auch erkenne: Einen Hund zu haben kann viel Arbeit bedeuten, wenn man auf das Wesen dieser Tiere eingehen will. Da reicht es nicht, dreimal Gassi zu gehen und ein bischen mit ihm rumzutollen. Und die Streicheleinheiten: sind diese gut für den Hund (bestimmt auch) oder machen wir dies, weil wir das wollen und uns gut tut (auch keine Frage)?
    Ein Hund, über viele Generationen an den Menschen angepasst, möchte als Hund auch gefordert werden. Und da läuft, nach meinen Beobachtungen, vieles schief.
    Andererseits: wenn ich die Fo(ö)rderungen unserer Kinder so anschaue….

    Eigentlich sollten Geschichten wie diese über Pepe zur Pflichtlektüre eines künftigen? Hundeführerscheins gehören. Dann würde bei dem ein oder anderen die Entscheidung für oder gegen einen Hund anders ausfallen.

    Ein anderer Gedanke: Haben heute so viele Leute einen Hund (sehe ich in unserer Nachbarschaft), weil es zwischen den Menschen nicht mehr so gut funktioniert (wäre auch ein großes Thema)?

    Manchmal kommt mir der Gedanke, dass ein Hund auch eine Art Kinderersatz sein könnte. Dies ist absolut nicht negativ gemeint und durchaus legitim. Es wird viele Hundebesitzer geben, die ihren Hund besser behandeln als ihre Kinder.

    Eines ist für mich klar: Wenn die Kinder auf dieser Erde alle kleine Pepes wären und viele Michaels als Herrchen hätten, würde unsere Welt eine bessere werden..

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    1. Michael (Beitrag Autor)

      Hallo Raimund, das sind wirklich spannende und interessante Gedankenansätze und oftmals gibt es DIE richtige Antwort wohl nicht. Am Ende gibt es den “normalen” Hund, den so viele Halter wollen, gar nicht und das ist auch gut so. Wenn man sich vor der Anschaffung damit beschäftigt, weiß man das auch. Doch aus den bekannten Gründen informiert man sich vor dem Kauf einer Waschmaschine länger und intensiver als bei einem (Tierschutz-)Hund…viele jedenfalls.

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  3. Dorothea

    Ich finde die Pepe-Story sehr amüsant zu lesen, aber darüber hinaus ist sie ein echtes Hundeerziehunge-Lehrbuch.
    Alle, die sich (wie ich) mit dem Gedanken tragen, früher oder später einen Hund zu adoptieren, können hier etwas ganz Wichtiges erfahren: Einen Hund zu halten, ist eine 100%-Entscheidung, die das ganze Leben verändert (im Guten wie im Schlechten ;-)). Dass man eine große Verantwortung übernimmt, den speziellen Charakter DIESES EINEN Hundes verstehen muss, sich darauf einlassen muss, dass das Zeit braucht, dass es auch etwas mit einem selbst macht bzw. machen muss und dass das machmal tierisch nervt – das wird hier total deutlich. Und das finde ich super!
    Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg, Spaß, Stolz und Freude!
    Pepe, du solltest stolz auf deine Chefchen sein!

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    1. Michael (Beitrag Autor)

      Hallo Dorothea, danke für die lieben Worte und Wünsche. Ja, die Erlebnisse sind (bei aller Ironie und dem unterhaltsamen Stil) real und geben meine/ unsere persönlichen Eindrücke wieder, so wie ich/ wir die erste Zeit mit Pepe erlebte/n. Ich wünsche Dir ebenfalls viel Erfolg, Geduld, Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen und die nötige Konsequenz, wenn es dann auch bei Dir soweit ist. Liebe Grüße, Michael

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